Kategorie-Archiv: Veranstaltungen 2014

Denk mal: Schutz? – Gebäude als Erinnerung

Montag, 8. Dezember 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

11. Veranstaltung und Abschlussdiskussion im Rahmen des Themenschwerpunktes „Denkmal: Schutz?“

Historische und qualitätvolle Gebäude schaffen Identität und erinnern uns an die gesellschaftliche und gestalterische Entwicklung unserer Lebensumgebung. Ihr Schutz ist damit ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das in Nordrhein-Westfalen seit 1980 mit einem Gesetz geregelt wird. Dieses gesellschaftliche Interesse wird von den Eigentümern im Umgang mit den Gebäuden eingefordert. Häufig kollidieren die Interessen des Denkmalschutzes mit den Interessen privater und öffentlicher Eigentümer, wenn hiermit Kosten und Einschränkungen verbunden sind. Inzwischen stehen für den Denkmalschutz mit den Bauten der 60er und 70er Jahre viele Bauwerke zur Diskussion, die in der öffentlichen Wahrnehmung schwierig zu vermitteln sind. Diese und weitere Themen rund um Denkmalschutz und Denkmalpflege wurden 2014 in 10 Veranstaltungen präsentiert und diskutiert. Zum Abschluss stellt sich die Frage, wie der Denkmalschutz in NRW vor dem Hintergrund der aktuellen Aufgaben weiter entwickelt werden soll. Sind Arbeitsweisen und Zusammenspiel der verschiedenen Institutionen der Denkmalpflege den anstehenden Aufgaben gewachsen oder müssen sie angepasst werden? Hierzu werden nach einem Überblick über die Jahresthemen Vertreter von Politik, Verwaltung, Denkmalpflege und bürgerschaftlichen Interessengruppen diskutieren.

Jahresüberblick: Peter Berner, Vorsitzender des AFR

Diskussion mit dem Referenten und:

  • Franz-Josef Höing, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr, Stadt Köln
  • Prof. Dr. Heinz-Günter Horn, Vorsitzender Rheinischer Verein RVDL, Wesseling
  • Michael von der Mühlen, Staatssekretär im Landesbauministerium MBWSV NRW, Düsseldorf
  • Dr. Andrea Pufke, Landesdenkmalpflegerin, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Pulheim
  • Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator Köln

Moderation: Jürgen Keimer, Kurator AFR, Vorstand hdak.

Denkmalumnutzungen

Montag, 3. November 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

10. Veranstaltung im Rahmen des Themenschwerpunktes „Denkmal: Schutz?“

Ein Gebäude museal zu erhalten, gelingt meist nur in Freilichtmuseen, selten im städtischen Zusammenhang. Trotzdem sollen Baudenkmäler erhalten werden, auch wenn ihre ursprüngliche Nutzung verloren geht. Bei Burgen, Schlössern, Mühlen oder Bauernhöfen ist dies bekannte Realität. Bei Industriebauten wurden mit interessanten Nachnutzungen in NRW neue Maßstäbe gesetzt. Nun werden für weitere Gebäudetypen, wie Kirchen, Kaufhäuser oder Bürobauten neue Nutzungen gesucht. Jede Umnutzung ist dabei mit Verlusten der Originalsubstanz verbunden. Wie weit kann und darf hier die Denkmalpflege Veränderungen verhindern oder zulassen?

Referenten:

  • Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator Köln
  • Gudrun Schmitz, Leiterin der Denkmalpflege bei der Bezirksregierung Köln
  • Ulf Schroeders, Denkmalentwickler Viersen

Unter uns – Bodendenkmalpflege

Unter uns - Bodendenkmalpflege. Foto: Jörg Beste

Unter uns – Bodendenkmalpflege. Foto: Jörg Beste

Montag, 29. September 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

9. Veranstaltung im Rahmen des Themenschwerpunktes „Denkmal: Schutz?“

Auch und gerade das Rheinland mit seiner römischen Geschichte ist traditionell ein »Hotspot« der Bodendenkmalpflege. Nicht immer sind die Funde so sensationell und präsentabel wie das Dionysos-Mosaik oder das Grabmal des Poblicius. Weniger prominente Denkmäler sind in einer dynamisch wachsenden und sich verändernden Stadt und Region mitunter schwer zu bewahren und diese Notwendigkeit für »unsichtbare« Schutzgüter manchmal schwer zu vermitteln. Das Sichtbarmachen der verborgenen Geschichtszeugen kann allerdings auch identitätsstiftend wirken, wie neben der Archäologischen Zone in Köln auch jüngste regionale Projekte zu Römerwegen und historischen Grenzverläufen zeigen. Kritiklos bleiben dabei allerdings oft weder die Ausgrabungen noch die Nicht-Ausgrabungen.

Unter welchen Bedingungen die Bodendenkmalpflege arbeitet, erläutert der Direktor des Römisch-Germanischen Museums und Leiter der Bodendenkmalpflege in Köln Dr. Marcus Trier. Weitere Aspekte des Bauens und Bewahrens in „geschichtlich kontaminiertem“ Boden werden diskutiert mit Anton Bausinger, Kölner Bauunternehmer und Heinz-Günther Horn, ehemaliger Referatsleiter für die Bodendenkmalpflege im Landesbauministerium und Vorsitzender des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz.

Vortrag: Dr. Marcus Trier, Direktor Römisch-Germanisches Museum, Leiter Bodendenkmalpflege, Stadt Köln

Diskussion mit dem Referenten und:

  • Anton Bausinger, Bauunternehmer und Projektentwickler, Köln
  • Prof. Dr. Heinz-Günter Horn, Vorsitzender Rheinischer Verein RVDL, Wesseling

Moderation: Jürgen Keimer, Journalist, Kurator AFR

Städtebaulicher Denkmalschutz

Montag, 1. September 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

8. Veranstaltung im Rahmen des Themenschwerpunktes „Denkmal: Schutz?“

Denkmal Stadt –  Städtebaulicher Denkmalschutz. Foto: Jörg Beste

Denkmal Stadt – Städtebaulicher Denkmalschutz. Foto: Jörg Beste

Denkmalgeschützte Gebäude sind keine »baulichen Archivalien« und die Stadt ist kein »Gebäudemagazin«: Denkmalgeschützte Bauten stehen im baulichen Kontext der Stadt, beeinflussen diesen und werden hierdurch beeinflusst. Neben den architektonischen und sozial-historischen Qualitäten haben Baudenkmäler auch eine städtebauliche Qualität. Über das Einzeldenkmal hinaus gibt es auch schützenswerte Teile der Stadt als Ensembles und Areale. Je größer die Schutzräume sind, desto eher entstehen Konflikte mit der Entwicklungsdynamik der Städte.

Auseinandersetzungen mit der UNESCO über den Umgebungsschutz des Kölner Doms, Diskussionen über das Umfeld der romanischen Kirchen und das Höhenkonzept für die linksrheinische Innenstadt waren Beispiele der letzten Jahre für entsprechende Konfliktlagen in Köln. Der Umgang mit den städtebaulichen Dimensionen des Denkmalschutzes ist nicht einfach und Instrumente wie Umgebungsschutz und Bereichssatzungen sind weiterhin häufig umstritten.

Einen Überblick über die Belange, Intentionen und Instrumente des städtebaulichen Denkmalschutzes gibt der Gebietsreferent für Köln im LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Thomas Goege. Möglichkeiten und Grenzen für den städtebaulichen Denkmalschutz in dynamischen Städten werden mit Prof. Gerhard Curdes aus Aachen diskutiert.

Vortrag:

  • Dr. Thomas Goege, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Pulheim-Brauweiler;

Diskussion mit dem Referenten und:

  • Prof. Gerhard Curdes, Lehrstuhl für Städtebau und Landesplanung (em.), Aachen

Moderation:

  • Jörg Beste, Geschäftsführer AFR

Grüne Denkmäler: Parks, Gärten und Friedhöfe

Montag, 30. Juni 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

7. Veranstaltung im Rahmen des Themenschwerpunktes „Denkmal: Schutz?“

Grüne Denkmäler: Parks, Gärten und Friedhöfe

Eine besondere Kategorie in der Denkmalpflege sind denkmalgeschützte Grünanlagen, da sie mit lebenden Elementen gestaltet sind und erhalten werden müssen. Öffentliche und private Grünanlagen wie Parks, Gärten, Friedhöfe oder Grünelemente wie Alleen stellen somit besondere Herausforderungen an Pflege, Erhalt und Nutzung. Welche Grünanlagen sind denkmalwürdig und warum?

Schrumpfende Budgets öffentlicher Haushalte für die Unterhaltskosten und veränderte Nutzerverhalten müssen mit denkmalpflegerischen Erhaltungswünschen in Einklang gebracht werden, wie kann das gelingen?

Mit:

  • Dr. Henriette Meynen, Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin, Köln
  • Dr. Johannes Ralf Beines, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, Köln

Einführung: Prof. Dieter Prinz, Vorstand AFR

Aktuelle Konfliktfälle mit technischen Denkmälern im Rheinland

Montag, 2. Juni 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

6. Veranstaltung im Rahmen des Themenschwerpunktes „Denkmal: Schutz?“

Aktuelle Konfliktfälle mit technischen Denkmälern im Rheinland

Industriedenkmalpflege ist in Nordrhein-Westfalen eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Trotzdem entzünden sich an technischen Denkmälern oftmals Konflikte, da nicht alle Bauten so gut zu vermitteln sind, wie das Weltkulturerbe Zeche Zollverein. Bei einigen Objekten bestehen keine Möglichkeiten zur Um- oder Weiternutzung mehr, die Beiträge zu ihrem Erhalt er-wirtschaften können.

Mit den Fördertürmen des Bergwerks Lohberg in Dinslaken, dem Stadtwerketurm in Duisburg oder der Hochstraße „Tausendfüssler“ in Düsseldorf werden drei aktuellere rheinsche Konfliktfälle und ihr unterschiedlicher Umgang vorgestellt und diskutiert.

Mit:

  • Prof. Dr. Walter Buschmann,
  • Bruno Braun
  • Bernd Lohse
  • Vertretern aus Duisburg (angefragt)

Erbe mit Erklärungsbedarf – Umgang mit historischen Denkmälern in Köln

Denkmal auf dem Kölner Heumarkt in der Fassung von 2007, anonym - Foto: Jörg Beste

Denkmal auf dem Kölner Heumarkt in der Fassung von 2007, anonym – Foto: Jörg Beste

Montag, 5. Mai 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

5. Veranstaltung im Rahmen des Themenschwerpunktes „Denkmal: Schutz?“

Erbe mit Erklärungsbedarf – Umgang mit historischen Denkmälern in Köln

Der Begriff „Denkmal“ steht nicht nur für Baudenkmäler. Zum Gedenken an Personen, Ereignisse oder Institutionen zieren Denkmäler seit Jahrhunderten Orte in Städten. Einige dieser geerbten Denkmäler stammen aus historisch-politischen Zusammenhängen, die heutigen demokratischen Auffassungen und Geschichtserfahrungen nicht mehr entsprechen. Wie soll mit derartigen Kunstwerken im öffentlichen Raum umgegangen werden, insbesondere, wenn sie renovierungsbedürftig sind oder ihr städtebauliches Umfeld sich ändert? Aktuelle Beispiele in Köln, wie das Heumarktdenkmal, der Bismarckturm oder das Deutzer Kürassierdenkmal werfen Fragen auf.

Impulsvorträge:

  • Dr. Martin Stankowski, Historiker, Köln,
  • Prof. Andreas Kaiser, Vorsitzender Kunstbeirat der Stadt Köln

Anschließende Diskussion mit:

  • Dr. Werner Jung, Direktor NS-Dokumentationszentrum Köln,
  • Prof. Andreas Kaiser, Vorsitzender Kunstbeirat der Stadt Köln,
  • Dr. Martin Stankowski, Historiker, Köln,
  • Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator Köln

Moderation: Jörg Beste, Geschäftsführer Architektur Forum Rheinland 

Denkmal und Schönheit

Montag, 7. April 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

 

„Denkmäler sind Sachen […], die bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse sind“, sagt das Nordrhein-Westfälische Denkmalschutzgesetz. Der Begriff der „Schönheit“ ist für den Denkmalschutz rechtlich nicht relevant. So steht beispielsweise auch der nationalsozialistische Westwall unter Schutz. Insbesondere in der öffentlichen Diskussion über Denkmäler und für das ehrenamtliche Engagement spielt der Wunsch nach „Schönheit“ allerdings häufig eine Rolle für die Akzeptanz von Unterschutzstellungen. Der Wunsch nach architektonischer und städtebaulicher Ästhetik ist dann auch häufig eine Triebfeder für die Rekonstruktion untergegangener Bauten, die von der offiziellen Denkmalpflege kritisch gesehen wird.

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Kompliziert – Denkmalschutz und Denkmalpflege in NRW

Montag, 10. März 2014, 19:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

Der Schutz historischer und qualitätvoller Gebäude ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das in Nordrhein-Westfalen seit 1980 mit einem Gesetz geregelt wird. Der Erhalt identitätsstiftender Gebäude ist für viele Bürgerinnen und Bürger ein Anliegen, was sich beispielsweise in großem ehrenamtlichem Engagement hierfür zeigt. Andererseits wird auch häufig und intensiv über den Erhalt oder die Veränderung derartiger Gebäuden öffentlich gestritten. Der interessierten Öffentlichkeit macht es die verwirrende Vielfalt der Zuständigkeiten beim Denkmalschutz dabei oft schwer, Vorgehensweisen und Entscheidungen nachzuvollziehen.

 

Eine oberste Denkmalbehörde, zwei Denkmal-Fachämter in Westfalen und Rheinland, Untere Denkmalbehörden in den Städten und Kreisen, Denkmalbehörden bei den Regierungsbezirken, unterschieden nach Baudenkmal und Bodendenkmalpflege. Denkmal-Inventarisierung und praktische Denkmalpflege, Unterschutzstellung und anschließende Abrissgenehmigung: Denkmalschutz ist kompliziert.

 

Die Leiterin des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, Dr. Andrea Pufke, stellt die Arbeit ihrer Fachbehörde vor und erläutert das Zusammenspiel und die Zuständigkeiten der verschiedenen am Denkmalschutz beteiligten Institutionen: Wie funktioniert das eigentlich in Nordrhein-Westfalen mit Denkmalschutz und Denkmalpflege?

Podiumsdiskussion (v. l. n. r.):
Dr. Andrea Pufke, Landeskonservatorin Rheinland, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland
Jörg Beste, Geschäftsführer AFR
Gudrun Schmitz, Leiterin Abteilung Denkmalpflege, Bezirksregierung Köln

Fotos: Elke Wetzig/CC-BY-SA

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Oberregierungsbaurätin Gudrun Schmitz,  Bezirksregierung Köln (Denkmalschutz)

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