Wie kommt man hoch – Technologie und Nutzungsgeschichte

02Mai2016
Domkloster 3, 50667 Köln

3. Veranstaltung der Themenreihe 'Türme in der Stadt'

Dritte Veranstaltung der Themenreihe "Türme in der Stadt.

In den gründerzeitlichen Wohn­bauten solventer Bürger lagen die besten Wohnräume in der „Bel-Etage“ im ersten Stock und die Bediensteten­zimmer viele beschwerliche Treppenstufen hoch unter dem Dach. Diese Wertigkeit der Etagen konnte erst mit der Erfindung des Aufzugs umgekehrt werden, der der Immobilienvermarktung das „Penthouse“ als neue „Bel-Etage“ ermöglichte.

Neben der Fördertechnik haben die Tragwerksplanung und die Haustechnik die Entwicklung der Bautechnik und damit die Geschichte der Hochhäuser entscheidend beeinflusst. In drei Vorträgen werden diese technischen Aspekte des Bauens mit aktuellen Entwicklungen vorge­stellt und diskutiert.

Kölner Silhouette. Foto: Jörg Beste

Kölner Silhouette. Foto: Jörg Beste

Vorträge:

  • Peter Berner, Köln
  • Michael Köster, Köln
  • Jörn Kreuzahler, Köln

Montag, 02.05.2016, 19:30 bis 21:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland, in Kooperation mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Das Jahresprogramm 2016 wird gefördert von KONE GmbH und ASTOC Architects and Planners

 

AFR-Jahresprogramm 2016: Türme in der Stadt

2016_tuerme-in-der-stadtMit diesem Thema wendet sich das AFR 2016 den hohen Bauten in der Stadt, ihrer Geschichte und ihrer Zukunft zu: Von den Kirchtürmen, Geschlechter-, Stadtmauer- und Rathaustürmen bis zu den Hochhäusern für Wohn- und Büronutzung und den Türmen der Technik zieht sich seit Jahrhunderten eine Entwicklungslinie herausgehobener Gebäude in der Stadt.

Räumliche Enge, Grundstückspreise, technische Anforderungen, stadtgestalterische Ideen oder Machtsymbolik können Gründe für den Wunsch nach der Abhebung von der Masse des Gebauten sein. Erfahrungen der jüngeren Baugeschichte, aber auch die Idee des Herausgehobenen sind häufig Motive für eine sehr emotionale Haltung gegenüber dem Hochhaus als städtischer Gebäudetypologie - sowohl in der Befürwortung als auch in der Ablehnung.

In Zeiten eines prognostiziert großen Wachstums der Städte an der Rheinschiene und der Suche nach räumlichen Potentialen für diese Entwicklung werden die Themen einer größeren Dichte auch durch Höhenentwicklung wieder aktuell diskutiert. Daneben verschwinden Hochhäuser aus der Stadtsilhouette, wie jüngst das ehemalige Polizeipräsidium und bald das ehemalige Gebäude der Deutschen Welle in Köln. Gleichzeitig wird der Denkmalschutz für Hochhäuser der 60er und 70er Jahre diskutiert – mit unterschiedlichem Ergebnis.

Angesichts dieser Aktualität und der mitunter emotional geführten Diskussion sollen die Veranstaltungen des Jahresprogramms 2016 Grundlagen und Informationen für eine nüchterne Betrachtung der Möglichkeiten und Probleme dieser Gebäudetypologie beisteuern.

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