Ortstermin – Hochhäuser kommen in die Jahre: Abriss oder Denkmalschutz?

06Jun2016
Deutz-Mülheimer Str. 111, 51063 Köln

4. Veranstaltung der Themenreihe 'Türme in der Stadt'

Vierte Veranstaltung der Themenreihe "Türme in der Stadt.

Hochhäuser der 1920er und 1930er Jahre sind häufig schon lange denkmal­geschützt. Aktuell stehen nun entsprechende Entscheidun­gen zu einer Vielzahl von Bau­ten aus den 1950er bis 1970er Jahren an. Hier ergeben sich neben dem Umgang mit ganz anderer Bautechnik und Materialität auch Fragen der städtebaulichen Einordnung, die zur Zeit der Erbauung von völlig verschiedenen städte­baulichen Leitbildern ausging als heute.

Aktuelle Beispiele aus Köln zeigen die Bandbreite des Umgangs mit Hochhäusern der Nachkriegszeit: Vor einiger Zeit wurde das Hochhaus des ehemaligen Polizeipräsidiums abgerissen, noch in diesem Jahr soll die Sprengung des ehemaligen Deutsche-Welle-Hochhauses anstehen. Das ehemalige Lufthansahochhaus und das TÜV-Rheinland-Hochhaus sind und werden mit neuen Fassaden saniert und das ehemalige Colonia-Wohnhochhaus wurde 2015 unter Denkmalschutz gestellt.

Bei einem Ortster­min im denkmalgeschützten ehemaligen KHD- und jetzigen Hochhaus der koelnmesse sollen Fra­gen zum Umgang mit Hoch­häusern der Nachkriegszeit zwischen Abriss, Sanierung und Denkmalschutz erörtert werden.

Vorträge:

  • Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator Köln
  • Gerhard G. Feldmeyer, Geschäftsführender Gesellschafter der HPP GmbH + Co. KG, Düsseldorf

Die Veranstaltung wird unterstützt von der koelnmesse GmbH.

Das Jahresprogramm 2016 wird gefördert von KONE GmbH und ASTOC Architects and Planners.

Montag, 06.06.2016, 19:30 bis 21:30 Uhr | Messehochhaus der koelnmesse, Deutz-Mülheimer Str. 111, 51063 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland, in Kooperation mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Hochhaus der koelnmesse: Ehem. KHD-Hochhaus, HPP-Architekten, 1964 Foto: Jörg Beste

Hochhaus der koelnmesse: Ehem. KHD-Hochhaus, HPP-Architekten, 1964 Foto: Jörg Beste

AFR-Jahresprogramm 2016: Türme in der Stadt

Mit diesem Thema wendet sich das AFR 2016 den hohen Bauten in der Stadt, ihrer Geschichte und ihrer Zukunft zu: Von den Kirchtürmen, Geschlechter-, Stadtmauer- und Rathaustürmen bis zu den Hochhäusern für Wohn- und Büronutzung und den Türmen der Technik zieht sich seit Jahrhunderten eine Entwicklungslinie herausgehobener Gebäude in der Stadt.

Räumliche Enge, Grundstückspreise, technische Anforderungen, stadtgestalterische Ideen oder Machtsymbolik können Gründe für den Wunsch nach der Abhebung von der Masse des Gebauten sein. Erfahrungen der jüngeren Baugeschichte, aber auch die Idee des Herausgehobenen sind häufig Motive für eine sehr emotionale Haltung gegenüber dem Hochhaus als städtischer Gebäudetypologie - sowohl in der Befürwortung als auch in der Ablehnung.

In Zeiten eines prognostiziert großen Wachstums der Städte an der Rheinschiene und der Suche nach räumlichen Potentialen für diese Entwicklung werden die Themen einer größeren Dichte auch durch Höhenentwicklung wieder aktuell diskutiert. Daneben verschwinden Hochhäuser aus der Stadtsilhouette, wie jüngst das ehemalige Polizeipräsidium und bald das ehemalige Gebäude der Deutschen Welle in Köln. Gleichzeitig wird der Denkmalschutz für Hochhäuser der 60er und 70er Jahre diskutiert – mit unterschiedlichem Ergebnis.

Angesichts dieser Aktualität und der mitunter emotional geführten Diskussion sollen die Veranstaltungen des Jahresprogramms 2016 Grundlagen und Informationen für eine nüchterne Betrachtung der Möglichkeiten und Probleme dieser Gebäudetypologie beisteuern.

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