‚Urbanität durch Dichte‘ im Rückblick

04Jul2016
Domkloster 3, 50667 Köln

5. Veranstaltung der Thmenreihe 'Türme in der Stadt'

Fünfte Veranstaltung der Themenreihe "Türme in der Stadt.

Das Leitbild der ‚Urbanität durch Dichte‘ prägte die städtebauliche Diskussion der sechziger Jahre, als sich bereits Unzulänglichkeiten modernen Siedlungsbaus abzuzeichnen begannen. Nun sollte eine höhere Dichte und hierfür oftmals eine höhere Bebauung die mangelnde Urbanität erzeugen. Unter diesem Motto wurden in den 1960er und 1970er Jahren die Stadtgebiete geplant, die heute häufig als Beispiele für gescheiterten Städtebau angesehen werden. Im Rückblick werden soziale und gestalterische Ideen dieser Zeit und ihre durchaus unterschiedliche Umsetzung betrachtet. Die heute neu aufgeworfene Frage nach der Nutzbarkeit von Wohnhochhäusern muss vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen diskutiert werden. Hierzu werden Einblicke in die Wohnqualität des seit 1973 höchsten Wohnhochhauses Deutschlands, des Kölner Colonia Hochhauses (heute AXA) von Henrik Busch gegeben.

Vorträge:

  • Prof. Dieter Prinz, Vorstandsmitglied AFR, Kürten
  • Maximo Viktoria, Architekt, Düsseldorf

Montag, 04.07.2016, 19:30 bis 21:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland, in Kooperation mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Urbanität durch Dichte. Foto: Jörg Beste

Urbanität durch Dichte. Foto: Jörg Beste

AFR-Jahresprogramm 2016: Türme in der Stadt

Mit diesem Thema wendet sich das AFR 2016 den hohen Bauten in der Stadt, ihrer Geschichte und ihrer Zukunft zu: Von den Kirchtürmen, Geschlechter-, Stadtmauer- und Rathaustürmen bis zu den Hochhäusern für Wohn- und Büronutzung und den Türmen der Technik zieht sich seit Jahrhunderten eine Entwicklungslinie herausgehobener Gebäude in der Stadt.

Räumliche Enge, Grundstückspreise, technische Anforderungen, stadtgestalterische Ideen oder Machtsymbolik können Gründe für den Wunsch nach der Abhebung von der Masse des Gebauten sein. Erfahrungen der jüngeren Baugeschichte, aber auch die Idee des Herausgehobenen sind häufig Motive für eine sehr emotionale Haltung gegenüber dem Hochhaus als städtischer Gebäudetypologie - sowohl in der Befürwortung als auch in der Ablehnung.

In Zeiten eines prognostiziert großen Wachstums der Städte an der Rheinschiene und der Suche nach räumlichen Potentialen für diese Entwicklung werden die Themen einer größeren Dichte auch durch Höhenentwicklung wieder aktuell diskutiert. Daneben verschwinden Hochhäuser aus der Stadtsilhouette, wie jüngst das ehemalige Polizeipräsidium und bald das ehemalige Gebäude der Deutschen Welle in Köln. Gleichzeitig wird der Denkmalschutz für Hochhäuser der 60er und 70er Jahre diskutiert – mit unterschiedlichem Ergebnis.

Angesichts dieser Aktualität und der mitunter emotional geführten Diskussion sollen die Veranstaltungen des Jahresprogramms 2016 Grundlagen und Informationen für eine nüchterne Betrachtung der Möglichkeiten und Probleme dieser Gebäudetypologie beisteuern.

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