Hoch hinaus im Rheinland – Die Rückkehr der Moderne

05Sep2016

Domkloster 3, 50667 Köln

6. Veranstaltung der Themenreihe 'Türme in der Stadt'

Abbildung: 3pass

Sechste Veranstaltung der Themenreihe "Türme in der Stadt.

Wie bereits vor dem 2. Welt­krieg war auch in der Nach­kriegszeit das Rheinland ein Labor des Hochhausbaus in Deutschland. Die vertriebene Architektur der Moderne kehrte mit Bauten wie dem Phoenix-Rheinrohr-Haus („Dreischei­benhaus“) von Hentrich, Petschnigg und Partner und dem Mannes­mannhochhaus von Egon Eiermann und Paul Schneider-Esleben in Düsseldorf oder dem Hochhaus der Pro­vinzialversicherung von Theodor Kelter am Ring in Köln wieder nach Deutschland zurück. In Köln waren mit dem Gerling-Hochhaus allerdings auch noch andere Architektur­strömungen präsent. Neben Bürohochhäusern wurden hier insbesondere in den 1960er und 70er Jahren auch einige innovative Wohnhochhäuser wie das Unicenter von Werner Ingendaay errichtet.

Die Entwicklung des Hoch­hausbaus im Rheinland der Nachkriegszeit beleuchten zwei Vortragende mit den jeweiligen Schwer­punkten Düsseldorf und Köln.

Doppelvortrag:

  • Dr. Ursula Muscheler, Architektin und Publizistin, Vorstand AFR, Düsseldor
  • Judith Kusch, Architektin, Vorstand AFR, Köln

Montag, 05.09.2016, 19:30 bis 21:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln | Veranstalter: Architektur Forum Rheinland, in Kooperation mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

AFR-Jahresprogramm 2016: Türme in der Stadt

Mit diesem Thema wendet sich das AFR 2016 den hohen Bauten in der Stadt, ihrer Geschichte und ihrer Zukunft zu: Von den Kirchtürmen, Geschlechter-, Stadtmauer- und Rathaustürmen bis zu den Hochhäusern für Wohn- und Büronutzung und den Türmen der Technik zieht sich seit Jahrhunderten eine Entwicklungslinie herausgehobener Gebäude in der Stadt.

Räumliche Enge, Grundstückspreise, technische Anforderungen, stadtgestalterische Ideen oder Machtsymbolik können Gründe für den Wunsch nach der Abhebung von der Masse des Gebauten sein. Erfahrungen der jüngeren Baugeschichte, aber auch die Idee des Herausgehobenen sind häufig Motive für eine sehr emotionale Haltung gegenüber dem Hochhaus als städtischer Gebäudetypologie - sowohl in der Befürwortung als auch in der Ablehnung.

In Zeiten eines prognostiziert großen Wachstums der Städte an der Rheinschiene und der Suche nach räumlichen Potentialen für diese Entwicklung werden die Themen einer größeren Dichte auch durch Höhenentwicklung wieder aktuell diskutiert. Daneben verschwinden Hochhäuser aus der Stadtsilhouette, wie jüngst das ehemalige Polizeipräsidium und bald das ehemalige Gebäude der Deutschen Welle in Köln. Gleichzeitig wird der Denkmalschutz für Hochhäuser der 60er und 70er Jahre diskutiert – mit unterschiedlichem Ergebnis.

Angesichts dieser Aktualität und der mitunter emotional geführten Diskussion sollen die Veranstaltungen des Jahresprogramms 2016 Grundlagen und Informationen für eine nüchterne Betrachtung der Möglichkeiten und Probleme dieser Gebäudetypologie beisteuern.

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