Archiv der Kategorie: Veranstaltungen 2018

Darf´s etwas mehr sein? – Die Körnigkeit der Stadt

Darf´s etwas mehr sein? – Die Körnigkeit der Stadt

Veranstaltung im AFR-Jahresprogramm 2018: Die Bürgerstadt weiterbauen

Grund und Boden der Städte sind ein endliches Gut, nicht vergrößerbar oder reproduzierbar.
Dieses Gut hat somit nicht nur einen Einfluss auf die Gestalt, sondern auch auf die Eigentums- und Sozialstruktur der Stadt. Und deshalb sind entsprechende Regelungen für Planen und Bauen erforderliche Leitplanken für den Immobilienmarkt insbesondere wachsendeer Städte. Die geplanten Größen von Baublöcken, Grundstücken und Parzellen haben mit den möglichen Gebäudegrößen erheblichen Einfluss auf die Personenkreise, die in der Stadt investieren können. Die Körnigkeit – also die Größen der Gebäude als Stadtbausteine – die Gebäudetypologien und die sozialen und Nutzungsmischungen sind wesentliche Faktoren einer lebenswerten „Bürgerstadt“ und ihrer zukünftigen Veränderbarkeit. 

Die Stadt Tübingen hat seit ca. dreißig Jahren bei der Planung ihrer Entwicklungsflächen konsequent auf Parzellierung von Flächen und damit die Bürger als Eigentümer, auf Nutzungsmischung und soziale Mischung gesetzt. Anhand von realisierten Beispielen und einem Blick in die Zukunft sollen bestimmende Faktoren für zukünftige Planungsentscheidungen vorgestellt und diskutiert werden. 

Referentin: Ulla Schreiber, Krefeld, Baubürgermeisterin Tübingen 2002 – 2010

Montag, 09. April um 19.30 Uhr im Domforum Köln, Domkloster 3, gegenüber Dom-Westportal

 

Die Körnigkeit der Stadt – Tübingen, Kasernenkonversion Französisches Viertel – Foto: Ulla Schreiber

Brauchbares Erbe oder ungeliebter Nachlass – Umgang mit Bauten der 1960/70er

Brauchbares Erbe oder ungeliebter Nachlass – Umgang mit Bauten der 1960/70er

Veranstaltung im AFR-Jahresprogramm 2018: Die Bürgerstadt weiterbauen

 

Der Baubestand der 1960/70er Jahre stellt die umfangreichste Epoche uns umgebender Gebäude dar. Inzwischen sind um die fünfzig Jahre vergangen und diese Bestände geraten in den wachsenden Städten unter erheblichen Veränderungs- bzw. Beseitigungsdruck. Eine allgemeine denkmalpflegerische Bewertung dieser Epoche hat noch nicht stattgefunden und viele Bauten verschwinden bereits unbewertet. Aber nicht nur aus baukulturellen, auch aus volkswirtschaftlichen und ökologischen Gründen sollten diese Bauten unter dem Aspekt des Erbe seiner Epoche betrachtet werden. Was ist schützenswert, was erhaltenswert und was ist nutzbar? Diese Frage muss heute gestellt werden – trotz einer weit verbreiteten Abneigung, die sich inzwischen langsam zu verändern beginnt.

Montag, 04. Juni um 19.30 Uhr im Domforum Köln, Domkloster 3, gegenüber Dom-Westportal

Foto: Jörg Beste

 

Kooperation AFR-Hohe Domkirche: Die Bürgerstadt weiterbauen – Die „Historische Mitte Köln“

Kooperation AFR-Hohe Domkirche: Die Bürgerstadt weiterbauen – Die „Historische Mitte Köln“ – Projektvortrag

2- Veranstaltung im AFR-Jahresprogramm 2018: Die Bürgerstadt weiterbauen

Ein Sondertermin in Kooperation mit der Hohen Domkirche  ermöglicht es, eine Sicht von außen auf Köln zu werfen. Volker Staab, Architekt aus Berlin, erläutert seinen Blick auf die Bürgerstadt Köln, auf die Körnung und die Maßstäblichkeit von Stadtbausteinen – insbesondere an einem ausgeprägten Identitätsort der Stadt: dem Roncalliplatz. Er erläutert seine Sicht auf diese Stadt als „Bürgerstadt“, einen angemessenen baulichen Umgang mit ihrer Stadthistorie und auch diesem speziellen Ort. Die Erkennbarkeit verschiedener Bauherren und Nutzungen, die Einfügung neuer Planungen und die besonderen städtebaulichen Anforderungen spielen dabei eine wichtige Rolle. 

Referent:

> Prof. Volker Staab, Architekt, Berlin

 

Montag, 05. März um 19.30 Uhr im Domforum Köln, Domkloster 3, gegenüber Dom-Westportal


Foto: Jörg Beste

Die Bürgerstadt weiterbauen – Auftaktveranstaltung

Die Bürgerstadt weiterbauen – Stadtentwicklung und Identität

Stadtquartier statt Wohnsiedlung – Blockrand, Parzelle, Stadthaus

In Zeiten eines sehr hohen Entwicklungsdrucks auf die Stadt werden auf den wenigen zur Verfügung stehenden größeren Flächen vielfach marktgängige Gebäude gebaut. Dabei entstehen in der gesamten Republik häufig auch mitten in den Städten Bauformen, die eher an Siedlungsbau erinnern. Wirkliche urbane Qualitäten mit Mischnutzungen, Vielfalt an Haus- und Wohnungskonzepten und anpassbaren Gebäudestrukturen entstehen selten, oftmals kleinteilig zersplitterte Eigentumsverhältnisse erschweren eine zukünftige Veränderbarkeit im städtischen Gefüge. 

Wie können unter den heutigen Bedingungen urbane, identitätsstiftende und entwicklungsfähige Beiträge zur Stadt entwickelt werden? Was trägt die Analyse von lebendigen und beliebten Stadtquartieren zu der Suche nach einer zeitgemäßen Stadtentwicklung bei? Unter anderem diesen Fragestellungen widmet sich der Beitrag von Wolfgang Sonne zum Start des diesjährigen AFR-Jahresprogramms. Er ist Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der Technischen Universität Dortmund, wissenschaftlicher Leiter des Baukunstarchivs NRW und stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst.

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Sonne, TU Dortmund

Montag, 05Februar um 19.30 Uhr im Domforum Köln, Domkloster 3, gegenüber Dom-Westportal


Foto: Jörg Beste